Teil eines Werkes 
4. Band (1865) Der Ehestand / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventlow
Entstehung
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Jean dagegen ſchien überraſcht von Manon's jetzt blendender Schönheit. Er konnte kein Auge von dieſem Antlitz abwenden, das ſo einnehmend harmo⸗ niſch und ſo geiſtvoll war.

Während ihres ganzen Beiſammenſeyns be⸗ ſchäftigte ſich Jean auch ausſchließlich mit Manon.

Wenn er mit ihr redete, wurden ſeine Züge milder, ſein Auge wärmer, und es war, als ob der Anblick ihrer Schönheit mildernd auf die ſonſt harten Elemente ſeiner Seele wirkten.

In ebenſo hohem Grade, als Jean's ganzes Weſen Manon mißfiel, wurde er von derſelben ange⸗ zogen.

Madame Briſſet bemerkte mit ungünſtigem Auge das Intereſſe, welches Jean ſo ausſchließlich der Tochter des Nachbars bezeigte, tröſtete ſich aber, als ſie bemerkte, wie wenig er von dem jungen Mädchen aufgemuntert wurde.

Am Abend, als Marie ihre Freundin heimbe⸗ gleitete, fragte ſie dieſelbe:

Nun, wie gefüllt dir Jean?

Ich fürchte, nicht ſonderlich, antwortete Manon; wenn ich eines von den Gemälden ſehe, welche er gemalt hat, ſo kann ich mir vielleicht Rechenſchaft geben, woher es kommt, daß ich kein Wohlgefallen an ihm finde.