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Mutter geäußert, daß Jean ein wirklich ausgezeich⸗ neter Künſtler ſey.
Er hatte ſchöne Gemälde ausgeführt, viel Geld damit verdient und ſah nach Monſieur***8 Worten einer glänzenden Zukunft entgegen.
Manon machte es Freude, dieß Alles zu hören, und die beiden Mädchen ſprachen noch lang von Jean als Marie's künftigem Herzallerliebſten.
Marie erzählte noch, der Couſin habe beim Wiederſehen ſie ſeine Braut genannt und ihre Mutter darüber eine ſolche Freude empfunden, daß ihr das Stricken lange Zeit ganz außer Acht gekommen ſey.
Der folgende Tag war ein Sonntag.
Manon wurde von Madame Briſſet eingeladen, um in der kleinen, dürftigen Wohnung die Heimkehr „des großen Künſtlers“, wie Madame Briſſet ſich ausdrückte, zu feiern.
Manon war allerdings der Meinung, Jean habe ſich bedeutend verändert, fand ihn aber bei Weitem nicht ſo ſchön, wie Marie behauptete. Sein Ausſehen hatte etwas Hartes und Selbſtgefälliges, der Ausdruck in ſeinem Blick war kalt und ſcharf.
Manon ſtellte ſich vor, ein großer Künſtler müſſe ganz anders ausſehen, und konnte ſich nicht denken, daß es Jean jemals gelingen würde, etwas Anderes als Berge zu malen.
Der Eindruck, den dieſes Wiederſehen verurſachte, war auf Manon's Seite mehr unangenehmer als angenehmer Natur. Sie konnte nicht ſagen, woher dieß komme; aber Jean's Geſicht war ihr zuwider.
Schwartz, Novellen. IV. 15


