Teil eines Werkes 
4. Band (1865) Der Ehestand / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventlow
Entstehung
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geſchah. Ich verſichere Sie, daß ich mit wirklichem Vergnügen meinen Platz wechſelte.“

„Davon glaube ich nicht ein Wort.— Wir ſehen ja alle, wie eifrig Sie Amy ihre Huldigung darbringen.“

„Von Huldigung darbringen kann hier nicht die Rede ſeyn. Ich habe zu viel Freundſchaft und Ach⸗ tung für Amy, als daß ich ſie mit irgend einer Huldigung verfolgen ſollte, ſondern fühle mich von dem Gedanken geſchmeichelt, mich als ihren Bruder betrachten zu dürfen, nichts mehr und nichts weniger.“

„Und gleichwohl weichen Sie allen andern aus.“

„Allen!— Das war recht im Superlativ ge⸗ ſprochen.“

„Nun, wenn Sie lieber ſo wollen: uns andern Frauen.“

„Auch das gebe ich nicht zu.“

„Sie ſind unerträglich mit Ihren Einwendungen — nun, um auf einmal zum Schluß zu kommen, warum weichen Sie ſo ſorgfältig der Geſellſchaft von mir und meiner Schweſter aus?“

„Verzeihen Sie, auch jetzt muß ich einen Ein⸗ wurf machen.— Die Frau Kommerzienräthin Brenner weicht mir aus, und nicht ich ihr.— Bleiben ſomit Sie übrig, meine Gnädige.“

„Ja, nun alſo?“

„Ach, Madame, Sie ſind eine ſo ungewöhnlich ſchöne und reichbegabte Dame und beſitzen eine ſo große Zaubermacht,— daß..

„Nun, daß?