Teil eines Werkes 
4. Band (1865) Der Ehestand / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventlow
Entstehung
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43 — an deſſen Stelle. Sie legte die Hände zuſammen, verbarg das Geſicht in denſelben und flüſterte:„H du milder Vater dort oben, ſtehe mir bei— ſtärke mich, daß ich unter dieſer Prüfung nicht wanke.“

Ein Seufzer unnennbarer Qual arbeitete ſich aus ihrer Bruſt hervor.

Eine lange Weile verging. Endlich traten Si⸗ rena und Elvin ein. Das Angeſicht der erſtern trug Spuren von Thränen.

„Nun, Sirena, hältſt Du dein Verſprechen?“ fragte Amy nach gegenſeitiger Begrüßung.

„Ganz gewiß, Amy,“ fiel Elvin lächelnd ein. „Es iſt mir ein wenig ſchwer gefallen, ſie zu über⸗ reden; aber ſie hat zuletzt nachgegeben.“

„Und Du beraubſt dich ohne eine Anwandlung von Sehnſucht der Geſellſchaft von Sirena?“ fragte Amy mit einem eigenthümlichen Tonfall.

„Nein, ganz und gat nicht, aber wie Du ſelbſt äußerteſt, die Landluft wird Sirena gut thun.“

„Wir wollen hoffen,“ entgegnete Amy, und wiederum waren dieſe Worte von einem ganz beſon⸗ dern Accent begleitet. Darauf ſetzte ſie hinzu:„Ida hat auch verſprochen, auf Pfingſten zu kommen; es ſind dann unſerer mehre beiſammen, und die Ein⸗ förmigkeit auf dem Lande wird dann für dich, Si⸗ rena, nicht ſo fühlbar.— PNils kommt wohl auch auf Pfingſten herüber?“

„Ja, ich denke!“

„Nur unter dieſer Bedingung trenne ich mich von ihm,“ fiel Sirena ein, während ſie ihrem Mann auf die Schulter klopfte und zulächelte.