Teil eines Werkes 
4. Band (1865) Der Ehestand / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventlow
Entstehung
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mir geſtatteten. Gönne mir nun deine Gegenwart und deine Geſellſchaft dieſen Sommer.“

„Alles, was Du da ſagſt, bildet nur eine lange Kette von Egoismus.— Du haſt von deiner Selig⸗ keit, deinem Glück, deinem Wohlbehagen und Gott weiß von was geſprochen, ohne daß dir nur ein ein⸗ ziges Mal das meinige in den Sinn gekommen wäre,“ antwortete Sirena zornig.

„Wer von uns beiden egoiſtiſch iſt, überlaſſe ich dir ſelbſt zu beurtheilen,“ entgegnete Elvin ernſt; „ich, der ohne Einwendung und Murren dich deiner Reigung, in den Lüſten der Welt zu leben, gegen ſein eigenes Gefühl folgen läßt, oder Du, die nicht ein einziges Mal, ſo oft ich dich darum bat, mir einen Abend aufopfern wollte.— Ich habe ge⸗ wünſcht, daß Du von der Reiſe nach Eriksberg ab⸗ ſteheſt, und auch das haſt Du mir verweigert.— Nun wohl, ich will nicht, daß Du dahin gehſt; denn des Barons unermüdete Kourmacherei ſchadet deinem Rufe und muß auf Amy's liebendes und treues Herz unangenehm wirken.“

„Du mißtrauſt mir ſomit, Du biſt eiferſüchtig,“ rief Sirena, indem ſie heftig vom Sopha auffuhr. „Das fehlte nur noch.— Ich werde gewiß nicht hingehen, nein Gott bewahre, da ihr, Du und Amy, ſo ſchlecht ſeyd, Mißtrauen gegen mich zu hegen.— Du willſt nicht, daß ich reiſe; alſo ein Befehl? O! es iſt ſchrecklich, ſo behandelt zu werden“— ſetzte ſie weinend hinzu und eilte aus dem Zimmer.

Elvin blieb mit bekümmertem Blick und einem ganzen Heer von Gedanken ſitzen; aber er liebte und