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ziemte; aber dieß war unbezweifelt ein Irrthum. Mittlerweile dachte er ſeufzend: aber wenn ſie mich nicht liebte— wenn ſie eines Tags einen andern lieben ſollte, dann....“
Und damit verabſchieden wir uns vom' Ball.
IX.
Am folgenden Tage las Ida, nachläßig auf
einem Sopha ausgeſtreckt. Die glänzenden dunkel⸗ braunen Haarflechten fielen unordentlich auf das leichte Morgengewand nieder. Ihr Angeſicht hatte einen träumeriſchen und zerſtreuten Ausdruck.
Das Zimmer, worin ſie ſich befand, ſtellte der
Möblirung nach zu ſchließen, einen Salon dar. Eine
große Menge von Statuetten, Gemälden und Kurio⸗ ſitäten gab zu erkennen, daß der Beſitzer bei der Ausſtattung deſſelben mehr ſeine Eitelkeit, als den guten Geſchmack zu Rath gezogen hatte. Ein prächtiger Flügel machte deſſen vornehmſten Schmuck aus. Ida's Gedanken lauteten ungefähr folgender⸗ maßen:„Ach, wenn mich nur Mama nicht mit Thränen und Bitten zu dieſer Ehe überredet hätte!— Welches traurige Schickſal hat ſie mir bereitet— an einen Mann gekettet zu ſeyn, welcher nicht lieben kann, welcher ſich nichts um mich bekümmert, ſondern nur um meiner Stimme willen dieſes Band geknüpft hat.— Ja, wenn ich frei wäre, dann hätte ich ein⸗ mal die Frau von Moritz werden können.“
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