Teil eines Werkes 
4. Band (1865) Der Ehestand / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. Otto gen. Reventlow
Entstehung
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Entſagung gekoſtet hat und erſt nach einer langen

Reihe von Glücksjahren zuſammengeſcharrt worden iſt. Ich will nicht mehr zu deinen Verwandten gerechnet werden, von dem Tage an, da ich weiß, daß Du aus Eitelkeit dich dieſen ahnenſtolzen Faul⸗ lenzern preisgegeben haſt.

Aber ehe Du den Stab über deine einzige Schweſter brichſt und ihr die Verwandtſchaft aufkün⸗ digſt, rede mit Amy. Wir wollen ſehen, ob Du nicht etwas milder geſtimmt wirſt.

Mag geſchehen; ich will ſogleich hinein, er⸗ wiederte der Bruder, ein alter Mann mit ſonnen⸗ verbranntem, aber ehrlichem Geſichte, deſſen ganz Weſen etwas Einfaches und Gerades hatte.

W.

In einem kleinen, blumengeſchmückten und net⸗ ten Gemach am Ende deſſelben Stockwerks finden wir ein junges Mädchen von hübſchem Ausſehen. Das Prädikat ſchön konnte ihr wohl nicht zukommen, da die Züge zu unregelmäßig erſchienen; aber die Augen waren groß und dunkelblau, von lebhaftem, heiterem Ausdruck. Dagegen zeigte ſich die Naſe allzu ſtumpf und der Mund allzu groß, um ſchön genannt werden zu können, obwohl die weißen und geſunden Zähne den letztern Fehler etwas überſehen ließen. Die Geſichtsfarbe war blühend, der Wuchs klein, aber untadelhaft.