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„O nein, Lieutenant Brunel.— Ach! Wie iſt er ſo göttlich ſchön!— Aber ſo komm doch daher— ſchau, welche charmanten Augen er hat, wenn ſie nach dieſem Fenſter gerichtet ſind.— Wie er ſo ſüß iſt, wenn Elvin doch auch ſo ausſähe!— Wie un⸗ erträglich faul Du biſt, daß Du dich nicht vom Flecke rührſt; jetzt iſt er vorbei.“
„Ich kümmere mich nicht im Geringſten um den Lieutenant und kann gar nichts Göttliches an ihm finden.“
„Dieß kommt daher, daß Du ihn niemals recht betrachtet haſt, oder vielleicht daher, daß er nicht nach dir ſieht.“
„Gelegenheit gab es genug für mich, ihn zu ſehen, denn er trabt ja jeden Tag hier vorüber.“
„Du ärgerſt dich gewiß darüber, daß ſeine Fen⸗ ſterparaden dir nicht gelten.“
„Ganz und gar nicht; ich würde mich um ihn auch ebenſo wenig kümmern, ſelbſt wenn ſie meinet⸗ wegen geſchähen, und ſo dünkt mir, ſollteſt auch Du thun, da Du dich mit einem andern zu verheirathen beabſichtigſt.“
„Das wäre zu viel begehrt, dürfte man nicht nach Andern ſehen, wenn man ſich verheirathet; eine ſolche Treue iſt durchaus nicht nach der Mode.— Aber mir iſt unbekannt, warum Du ſo gleichgültig biſt.— In deiner Phantaſie ſpuckt ein ſchwarzes und rußiges Angeſicht, ich weiß wohl von wem,“ ſcherzte Sirena.
„Schweig, Du thuſt mir weh,“ antwortete Ja erröthend. Schwartz, Novellen. IV. 2


