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Haare und Hände waren von dem Feuer verſengt. Das Mädchen war ganz unverletzt, aber in bewußt⸗ loſem Zuſtande.
„Macht Platz, daß man die Ohnmächtige an einen Ort bringen kann, wo ihr die nöthige Pflege zu Theil wird, ſowie dem jungen Mann!“ rief jetzt ein Polizeibeamter.
Carl trug die Gerettete nach dem Gaſthaus am Sauerbrunnen, legte ſie dort in einem Zimmer auf den Sopha nieder und wandte die gewöhnlichen Mittel an, um ſie zum Bewußtſein zu bringen; aber bevor dieß gelang, trat jene verzweifelnde Frau ein, in Begleitung eines Mädchens, das um einige Jahre älter als die Ohnmächtige war.
Die Frau warf ſich mit einem lauten Freuden⸗ rufe über die Bewußtloſe, welche endlich ſich zu erholen begann und die Augen öffnete. Das Erſte, was ihrem Blicke begegnete, war Carls über ſie nieder⸗ gebeugtes Angeſicht, rußig und ſchwarz und von den verworrenen, verſengten Haaren umgeben. Sie hielt erſchrocken die Hände vor die Augen, und Carl zog ſich zurück.
„Ida, mein geliebtes Kind, wie iſt dir? Du lebſt, Du biſt gerettet, gerettet, mein Engel!“ rief die Frau und ſchloß das Mädchen in ihre Arme.— „Du haſt dieſem edeln jungen Mann, welchen Gott zur Rettung geſandt hat, dein Leben zu danken,“ ſetzte ſie hinzu, nachdem der erſte Ausbruch der Freude ſich gelegt hatte, und dabei wandte ſie ſich nach der Stelle um, wo Carl geſtanden war.
„Wo iſt er? Wohin hat er ſeinen Weg ge⸗


