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Es klopfte Jemand an die Pforte. Frau Erkman wurde dadurch in ihrer Erklärung unter⸗ brochen und Oskar nahm den Stoff der Unterhaltung nicht wieder auf. Nachdem die Perſon, welche mit der Waſchfrau geſprochen hatte, ſich entfernt, begab er ſich mit den Leimruthen in den nahen Wald.
Einige Zeit darauf ſah man eines Abends wieder den jungen Oskar mit ſeinem Vogelbauer auf dem Guſtav⸗Adolf⸗Platz. Er hatte einige Zeiſige verkauft und ein paar andere waren beſtellt, ſodaß er mit ſeinem Tagewerk zufrieden ſein konnte. Allein ſchon jetzt nach Hauſe zu gehen, hielt er dennoch für zu früh, es war ja möglich, daß noch mehrere Käufer kamen.* Oskar überzählte ſein gelöſtes Geld mit großem Ver⸗ gnügen.
„Biſt Du ſchon wieder hier mit Deinen unglück⸗ lichen Vögeln?“ rief eine ihm bekannte Stimme.
Oskar ſah empor. Derſelbe Student, welcher ſeine geflügelte Waare gekauft und befreit hatte, ſtand vor ihm.
„Weshalb fängſt Du dieſe armen Thierchen und verkaufſt ſie an die, welche ſie ebenſo grauſam gefan⸗
gen halten wie Du? Biſt Du ſo arm oder ſo untaug⸗ 15*


