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daher zufrieden in ihrem Gefängniß. Oskar öffnete die Thür des Bauers und ſetzte ſich dann zum Eſſen nieder.
Die befreiten Vögel ließen ſich neben den Tellern nieder und ſammelten die Brodbrocken auf, welche Oskar ihnen zuwarf, ſaßen auf ſeiner Hand und ſetz⸗ ten ſich auf ſeinen Kopf, froh, ſich in ſeiner Geſellſchaft zu befinden.
Nach beendigter Mahlzeit ging er in den Hof, um dort Stäbe aus Rohr zu ſchneiden.
„Tante“, ſagte er,„glaubſt Du, daß es Sünde iſt, Vögel zu fangen und ſie zu verkaufen?“
„Nein, liebes Kind, das glaube ich nicht. In der Bibel ſteht ja, daß die Thiere zum Nutzen der Menſchen geſchaffen ſind, nur darf man ſie nicht pla⸗ gen und peinigen. Doch anders wäre es, wenn Du wegen des Vogelfangens die Schule verſäumteſt, dann wäre es eine Sünde.“
„Aber, Tante, mir ſcheint es, als hätten die Vö⸗ gel nicht große Luſt, im Bauer zu bleiben“, erwiderte Oskar.
„Dem Ochſen gefällt es auch nicht, geſchlachtet zu werden, allein er muß dennoch das Leben laſſen, weil er uns nützlich iſt, und wenn es erlaubt iſt, ihn zu ſchlachten, ſo iſt auch—“


