haft, heftig, wildgeſinnt und im höchſten Grade unbe⸗ ſtändig. Er fand unſer einſames Leben im Thale unerträglich einförmig, er ſehnte ſich hinaus, er wollte fort, um fremde Menſchen und Bewegung um ſich her zu ſehen.
Heftig bis zur Bewußtloſigkeit, war er ſchon als Knabe eine Quelle ſteter Angſt für Muhme Monika und des Kummers für ſeinen Vater geworden, der dies Gemüth, welches bei dem geringſten Widerſtand erzürnt wurde, weder durch Strenge noch durch Güte zu zähmen vermochte.
Gegen Rolf hegte der Bruder, ſo lange wie ich mich erinnern kann, ein durchgängiges Gefühl von Groll und Bitterkeit; anfangs entſtand es daraus, daß Rolf der Stärkere war, und wurde dann da⸗ durch genährt, daß dieſer in Sitten, Fleiß und Gehor⸗ ſam gegen den Vater ein Muſter war.
Während Rolf heranwuchs, hatte er nur ein Be⸗ ſtreben, und dies war, daß der Vater ſich über ihn freuen und daß er, ſoviel in ſeinen Kräften ſtand, den Anſprüchen genügen möchte, welche dieſer an ihn ſtellte.
Er wurde dadurch auch das Vorbild, das ich mir für meine Aufführung bildete, und in meinem Kinder⸗ herzen war Rolf nächſt meinem Oheim Konrad der⸗


