24
Drangſal, daß er ſeine Rettung in der Flucht ſuchen mußte und auf derſelben zu dem Felſen kam, auf welchem dieſe Ruinen jetzt liegen.
„Hier möchte ich eine Burg haben, auf ihr würde ich den Prieſtern trotzen können. Aber kein Sterblicher wird es wagen, dieſen Felſen zu beſteigen, noch weniger dort eine Veſte zu bauen, wofern nicht der Teufel ihm als Baumeiſter dienen will.“
Kaum waren dieſe Worte ausgeſprochen, als auch ſchon Satan vor dem Grafen ſtand und ſagte:„Ich will Dir helfen, aber unter einer Bedingung, nämlich, daß der erſte, den ich durch das Fenſter der neuen Burg ſehe, mir gehört.“
Der Graf kämpfte anfangs gegen die Verſuchung, eine unüberwindliche Veſte auf der Spitze des Felſens
zu erhalten, aber der Böſe überwand endlich ſeine Be⸗ denklichkeiten.
Der Contract zwiſchen Satan und dem Grafen wurde aufgeſetzt.
Als der Graf am Morgen des folgenden Tages erwachte, fiel ſein Blick auf den Berg, und ſiehe, da
lag eine Burg, deren Zinnen und Thürme in der
Morgenſonne glänzten. Ungewiß, ob er träume oder wache, rieb er ſich die Augen, aber die während der


