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Namens Gretchen, im Thale, welches blödſinnig war. Man ſagte, daß ſie es durch eine unglückliche Liebe geworden ſei.
Sie war das Entzücken aller Kinder, weil ſie alle Sagen von den Ruinen der Gegend kannte, insbeſon⸗ dere die vom Rheingrafenſtein.
Kam irgend ein Fremder ins Dorf, ſo war Gretchen ſeine Führerin und berichtete ihm Glaubliches und Unglaubliches von den Ruinen. Sie pflegte auch ganze Tage hier oben zuzubringen und ihre Lieder von ſtolzen Rittern und ſchönen Jungfrauen zu ſingen.
Ich beſonders hatte als Kind ein außerordent⸗ liches Gefallen an Gretchen gefunden und ging, ſo⸗ bald ich ſie ſah, hier herauf mit ihr, um eine neue Sage zu hören.
Unter den vielen, welche ſie erzählte, machte die von der Erbauung des Rheingrafenſteins den tiefſten Eindruck auf mich und ich konnte ſie nicht oft genug von Gretchen wiederholen hören, die ihrerſeits ſich am meiſten dafür intereſſirte, gerade dieſe zu erzählen. Hören Sie alſo, wie ſie lautete:
Es war vor vielen hundert Jahren ein Rhein⸗ graf, der mit dem Erzbiſchof von Mainz in Streit lag.
Er gerieth während dieſer Fehde in ſo große


