234 ungeachtet hätte ich ſie wiedererkannt zwiſchen Tau⸗ ſenden. Mein Herz ſchnürte ſich zuſammen, ich zitterte am ganzen Körper, und es überkam mich eine entſetz⸗ liche Angſt. Ich hatte mich erhoben, ich ergriff Alfred's Arm und ſtammelte:„Dein Vater!“
Alfred ſprang ſofort empor und trat auf den Fremden zu, den das Dienſtmädchen nicht eintreten laſſen wollte. Im nächſten Augenblick war ich von den Armen meines Mannes umſchloſſen und er drückte mich an ſeine Bruſt.
„Elin, meine beſte Elin!“ flüſterte er aufgeregt und drückte ſeine Lippen auf meine Stirn.
Ich hätte Freude empfunden, hätte mich glücklich fühlen ſollen, daß er uns endlich doch aufſuchte; allein es war mir nicht möglich; denn mein Herz war er⸗ füllt von lauter traurigen Ahnungen.
Und dieſe wurden nur zu ſehr beſtätigt, als mein Auge ſofort auf ſein Aeußeres fiel.
War das wirklich der ſchöne, blühende, lebens⸗
frohe Axel Liljeborg, den ich ſo ſehr geliebt hatte?
War dieſes blaſſe, verlebte Antlitz daſſelbe, welches gerade durch ſeine Friſche und ſeinen Ausdruck überall
Eindruck gemacht hatte? Dieſer kahle Kopf und dieſe
eingefallenen Wangen, gehörten ſie wirklich dem Manne, deſſen ſchönes lockiges Haar und männliche Schönheit


