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ſaßen am Abende dieſes Tages in dem kleinen Garten, der zwiſchen unſerem Hauſe und einem Bache lag. Ich hatte Alfred an dieſem Tage mein cheuerſtes Kleinod, die Uhr meiner ſeligen Mutter geſchenkt und ihn ge⸗ beten, ſie ſorgfältig aufzubewahren. Unſere Gemüther
empfanden ein ſtilles Gefühl von Freude und Glück,
welches vollſtändig mit dem ſchönen Abend und der Bedeutung des Tages harmonirte. Ueber uns in der Birke ſang der Vogel ſein Abendlied als Accompag⸗ nement zum Rieſeln des kleinen Baches, der zu unſern
Füßen ſich hinſchlängelte.
Alfred, mein Sohn, lehnte ſeinen Kopf an meine Schulter und ſprach von ſeiner Liebe und Dankbarkeit gegen Gott und mich, und ich— aus der Tiefe mei⸗ nes übervollen Herzens ſtieg ein Seufzer zu Gott em⸗ vor, zum Dank dafür, daß er mir ein ſo gutes Kind gegeben hatte.
Während noch dieſes beſeligende Gefühl mein In⸗ nerſtes erfüllte, vernahm ich einen heftigen Schlag an die Hausthür. Alfred und ich wandten uns um und ſahen Johanne, das Dienſtmädchen, die Thür öffnen.
„Wohnt hier Frau Liljeborg?“ fragte eine männ⸗ liche Stimme.
Es waren zehn Jahre verfloſſen, ſeitdem ich zum letzten Male dieſe Stimme gehört hatte; aber deſſen⸗


