Teil eines Werkes 
2. Band (1875) Um das 17. und 21. Jahr / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Emil J. Jonas
Entstehung
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ich auch vollkommen überzeugt, daß Du und kein An⸗ derer mir die viertauſend Thaler geſtohlen haſt, welche aus des Inſpektors Pult verſchwunden ſind. Behalte denn das Geſtohlene! Ich werde Dich nicht des Dieb⸗ ſtahls anklagen; aber morgen verläſſeſt Du dieſes Haus!“

„Aber wie vermagſt Du zu ſagen“, ſchrie Auguſt im Zorn,„daß ich geſtohlen habe?“ und ſtürzte mit Todtenbläſſe auf ſeiner Stirn auf Gertrud ein, indem er rief:„Wagſt Du es wirklich, mich des Diebſtahls anzuklagen?“

„Ja, das wage ich zu thun! Vermeinſt Du denn, daß der Diebſtahl meines Geldes ein größeres Verbre⸗ chen ſei, als der Diebſtahl an meiner Ehre, mit dem Du mich bedrohſt?“

„Tod und Verderben! Wäreſt Du nicht ein Weib, würdeſt Du nach einer ſolchen Beſchuldigung nicht mehr leben!“ ſtieß Auguſt wüthend aus und wankend zog er ſich von ihr zurück.

Heftige Schläge ließen ſich an der Thür des Cor⸗ ridors vernehmen. Iſabella's Stimme ertönte mit Heftigkeit:

„Gertrud, laß mich ein, ich muß ſofort mit Dir ſprechen!“