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zu thun? Melde dies gerne dem Gericht; allein höre,
was ich Dir jetzt zu ſagen habe:
„Du wirſt mir innerhalb der nächſten zehn Mi⸗ nuten verſprechen, mir dieſe Summe zu leihen, oder Du biſt unrettbar compromittirt. Es wird Dir nie⸗ mals gelingen, was Du auch dagegen unternehmen magſt, Dich von dieſem Flecken rein zu waſchen, die Dein Renommeée durch meine Anweſenheit hier in Dei⸗ nem Zimmer erhalten wird. Ebenſowenig wird es Dir gelingen, Iſabella's Urtheil, daß Du das ſchuldbe⸗ laſteſte Weib biſt, das ſie kennt, zu beſeitigen. Du mußt mir daher verſprechen, mir das Geld zu geben; ich verlaſſe dann Dein Zimmer und reiſe morgen von hier ab; weigerſt Du Dich aber deſſen, was ich jetzt zum letzten Male von Dir begehre, dann wirſt Du die Folgen dieſer Weigerung ſelbſt zu tragen haben!“
„Wenn ich einen Augenblick gezweifelt hätte, wie ich handeln ſollte“, erwiderte Gertrud mit feſter Stimme, „dann wäre jetzt jeder Zweifel in meiner Seele ver⸗ ſchwunden. Nun erſt ſehe ich Dich in Deiner wahren Geſtalt. Wenn ein Mann, der mit Gewalt in das Gemach eines Mädchens dringt, um durch Drohungen und Skandal es zu zwingen, ihm Geld zu geben, ſo iſt mit Beſtimmtheit anzunehmen, daß es kein Verbre⸗ chen giebt, deſſen er nicht fähig wäre! Nunmehr bin


