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„Jetzt iſt es nicht Zeit, darüber zu ſprechen“, un⸗ terbrach ihn Gertrud.„Wie ging es während meiner Abweſenheit mit Iſabella?“
„Schlimmer als vor Ihrer Abreiſe. Aber jetzt gehe ich zu Ihrem Vater hinein. Es würde Ihnen durchaus dienlich ſein, Fräulein Gertrud, wenn Sie eine Promenade in der friſchen Morgenluft machten. Sie ſind ſehr angegriffen.“
Eduard begab ſich zum Lieutenant, und Gertrud ſetzte ihren Weg in der Allee fort.
„Schlimmer als vor meiner Reiſe?“ wiederholte Gertrud gedankenvoll.„Und dieſer Diebſtahl, dieſer ſonderbare Diebſtahl! Wer mag ihn begangen haben? Ich wage kaum daran zu denken! Ein Etwas ergreift mich, ein entſetzlicher Verdacht, und dennoch kann er nur von Jemand verübt ſein, der Gelegenheit hatte, in den Beſitz des Schlüſſels zum Pulte zu gelangen; aber wer ſollte dieſer Jemand ſein?“
„Guten Morgen, Gertrud!“ grüßte eine klar und hell tönende Stimme.
Gertrud, welche mit geſenktem Blicke einher ge⸗ ſchritten war, ſah empor.
Auguſt ſtand vor ihr.
Sie blickte ihn ſchweigend an, gleichſam, als wollte
ſie ſein Inneres erforſchen, dachte aber: Schwart, Novellen. II. 2


