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die erſten Frühlingstage ihres Lebens umwölken; um wieviel mehr hätte ſie gewünſcht, daß ihr Traum, die leidende Mutter geneſen und von ihrer eigenen Hände
Arbeit mit Kindesſegen und Wohlthun überſchüttet zu
ſehen, ſich erfüllt hätte, und was hätte ſie dann nicht darum gegeben, wenn dieſer Kindesdank die Liebe in das Herz der Mutter zurückgerufen und ſie die Tochter, wenn auch nur mit dem letzten Blick, geſegnet hätte. 8
Ihre jugendlichen Wünſche waren zwar gewiſſer⸗ maßen in Erfüllung gegangen, aber es war nicht das Ergebniß ihres eigenen Schaffens und Strebens, wie es allein nur ein mit Gertrud's Selbſtbewußtſein und edlem Stolze ausgerüſtetes Mädchen wahrhaft beglücken konnte; ſie hatte vielmehr dasjenige, was ſie beſaß, der Laune Anderer zu danken und mußte auf ihr höch⸗
ſtes Glück, die Ihrigen durch eigene Tüchtigkeit zu
unterſtützen, nicht allein verzichten, ſondern ſie erblickte in dem ihr gleichſam in die Arme geworfenen Reich⸗ thum auch die Quelle mancher Uebel.
Ihr Liebling, Iſabella, wäre ohne dieſen Reich⸗ thum mit dem Verſchwender Auguſt Hartling nicht verheirathet worden; die Folter der Liebe, der Eifer⸗ ſucht und die verzehrende Unruhe wäre dann nicht über ſie hereingebrochen; ſie hätte ihre Geſundheit be⸗


