Teil eines Werkes 
1. Band (1875) Gertrud's Zukunftstraum / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Emil J. Jonas
Entstehung
Einzelbild herunterladen

237

Drei Stunden ſpäter war Elfborg nicht mehr im Beſitz dieſes ſchönen Kleeblattes.

Zwei Tage nach dem Vorfall, den wir ſveben ge⸗ ſchildert haben, kehrte Auguſt in aller Frühe, und zwar mit ſehr ſchlechter Laune, zurück; er ſchloß ſich in ſein Zimmer ein, nachdem er ſeine Frau flüchtig begrüßt und mit großer Ungeduld ihre Fragen über das Be⸗ finden ihres Vaters beantwortet hatte.

Das war mehr, als Iſabella zu tragen vermochte. Sie war der Verzweiflung nahe und ging unaufhörlich an die Thür des Mannes, bittend und bettelnd, ihr doch dieſelbe zu öffnen; allein, die Thür blieb ver⸗ ſchloſſen. Dann eilte ſie zu Gertrud und bat ſie, ihr zu helfen, und als dieſe ihr den Beiſtand verſagte, ſuchte Iſabella Tante Marianne auf. Dieſe war außer ſich und meinte, daß ihre Nichte ſich einer Frau nicht würdig zeige; da Auguſt ungeſtört zu ſein wünſche, müſſe er es bleiben. Nunmehr, von aller Welt ver⸗ laſſen, ſchloß ſie ſich in ihr Schlafgemach ein, um dort zu weinen. Hier wurde ſie von ihrem Kummer vollends überwältigt, und Gertrud dachte mit Beben daran, daß dieſe ſchrecklichen Gemüthsbewegungen nur zu nach⸗ theilig auf Iſabella's Geſundheitszuſtand wirken würden.

Es war ſchon ziemlich lange, daß die Arme einer