Teil eines Werkes 
1. Band (1875) Gertrud's Zukunftstraum / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Emil J. Jonas
Entstehung
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Sie, Herr Hauptmann, den erſten Wunſch, den ich an Sie richte. Verliere ich dagegen, ſo überliefere ich Ihnen, Herr Hauptmann, eine gewiſſe Summe Geldes, um damit eine, jetzt nicht näher zu bezeichnende Ehren⸗ ſchuld zu bezahlen. Gehen Sie darauf ein, Herr Hauptmann?

Bei dieſem Einſatz ſcheint der Vortheil auf mei⸗ ner Seite zu ſein: Verliere ich, ſo iſt es mein glück⸗ liches Loos, einen Ihrer Wünſche, mein Fräulein, zu erfüllen. Gewinne ich, ſo ſteht die nicht minder ver⸗ heißungsvolle Tilgung einer Ehrenſchuld in Ausſicht. Man kann wohl ſagen, daß hier nichts weiter zu wün⸗ ſchen übrig bleibt, als das Spiel zu beginnen.

Deſto beſſer, entgegnete Gertrud und ſetzte ſich an das Schachſpiel. Der Hauptmann nahm ihr gegen⸗ über Platz.

Es zeigte ſich bald, daß ſie gleich geübte Spieler waren. Die übrigen Gäſte waren um den Ausgang der Parthie abzuwarten.

Gertrud gewann dieſelbe.

Sie, Herr Hauptmann, ſind nun verpflichtet, den erſten Wunſch, den ich ausſpreche, zu erfüllen, rief ſie fröhlich aus.

Ich erwarte dieſen Augenblick mit Ungeduld,