Teil eines Werkes 
1. Band (1875) Gertrud's Zukunftstraum / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Emil J. Jonas
Entstehung
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Bald nach dem Kaffee empfahl er ſich und fuhr von Elfborg ab.

Gertrud eilte zur Schweſter, nachdem ſie zuvor einen Boten an Eduard abgeſchickt hatte, der, ſonderbar genug, ſeit mehreren Tagen unſichtbar geweſen war.

Als Gertrud bei Iſabella eintrat, fand ſie dieſelbe auf dem Sopha liegend und in ſo empörtem Zuſtande, daß Gertrud ſie erſchreckt fragte, woher dieſe Gemüths⸗ bewegung komme? Bei ihrer Frage, die im mildeſten Tone ausgeſprochen war, fuhr Iſabella empor und rief mit Heftigkeit:

Du fragſt? Du, die Du mich des Höchſten und Beſten, was ich beſitze, des Einzigen, welches für mich noch im Leben Werth hatte, beraubt haſt? Du, die Du mir ſeine Liebe genommen und mich zur unglücklichſten Frau auf Erden gemacht haſt? Mich, die ich ihn ſo hoch geliebt,

die ich ſo geduldig, ſo nachſichtig und ſo demüthig gegen ihn geweſen bin! O, mein Gott, was habe ich gethan, daß Du mir ein ſo ſchreckliches Schickſal bereiten konnteſt?

Iſabella fiel kraftlos auf ihre Kniee und barg ihr Antlitz in ihren Händen. Sie ſchluchzte convulſiviſch.

Gertrud ſtand unbeweglich da und ſchaute auf die Schweſter, indem ſie tiefbekümmert ſagte:

Was Du gethan haſt? Ja, Du haſt eine Un⸗