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Frau ſich dadurch behindert ſehen ſollte, dem Manne zu helfen, der Iſabella's Glück in ſeiner Hand hat.“
„Jedenfalls liegt hier ein Mißverſtändniß vor“, ſagte Gertrud und erhob ſich. Sie ſtand jetzt in ihrer ganzen Höhe, mit hochgetragenem Kopfe, vor dem liebenswürdigen Herzensdiebe und ſagte mit tiefem Ernſte in der Stimme:
„Du ſcheinſt die Geſinnung meines Herzens nicht zu kennen, wenn Du in dem Wahne lebſt, daß ich im Beſitze einer ſolchen Seelenſchlaffheit wäre, mit Ge⸗ lübden ſpielen zu können. Ich werde niemals mein Wort brechen; denn es iſt mir ebenſo heilig, wie es einem rechtſchaffenen Manne ſein ſollte. Von mir er⸗ hälſt Du niemals Geld!“
Gertrud wandte ſich von ihm ab, gleichſam als hätte ſie die Abſicht, das Zimmer zu verlaſſen; allein Auguſt vertrat ihr den Weg, indem er mit gedämpfter Stimme ſagte:
„Deine Worte ſind ſtolz und lauten ſehr ſchön, ſind aber in Wirklichkeit nicht ſtichhaltig. Reize mich nicht, ich bitte Dich darum; denn der Zorn, den Du in mir erweckſt, würde nur auf Iſabella zurückfallen. Denke daran! Sie iſt mein Weib; werde ich ein Bettler, wird ſie es mit mir ſein! Bin ich entehrt, iſt ſie es auch. Die Liebe und der Rauſch, den ihre


