Teil eines Werkes 
1. Band (1875) Gertrud's Zukunftstraum / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Emil J. Jonas
Entstehung
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Iſt es erlaubt, einzutreten?

Einen Augenblick fühlte Gertrud ſich verſucht, nein zu antworten; allein im nächſten Moment war ſie anderen Sinnes und dachte:Mag der Sturm ſofort losbrechen! und damit rief ſie:Herein!

Auguſt trat ein; er grüßte auf ſeine gewöhnliche artige und angenehme Weiſe, indem er ſagte:

Verzeihe mir, beſte Gertrud, daß ich ſo ohne weiteres am Vormittage, wo, wie ich weiß, Du noch gerne allein zu ſein wünſcheſt, Dich aufſuchte; doch ich habe eine Bitte an Dich, die keinen Aufſchub duldet.

Und die wäre? fragte Gertrud kalt.

Eine Gefälligkeit; allein, es wird mir ſchwer, dieſelbe auszuſprechen, da meine liebenswürdige Schwä⸗ gerin gerade in dieſem Augenblicke mir eine ſo kalte und ſtrenge Miene zeigt.

Bei dieſen Worten ſchaute er Gertrud lächelnd an, gleichſam, als wollte er damit ſagen:Ich mache mir nichts daraus, daß Du die Stolze ſpielſt; Du wirſt doch thun müſſen, was ich begehre.

Welchen Dienſt hofft mein Schwager Auguſt Hartling von mir erbitten zu können? fragte Gertrud, und ihre dunklen Augen ruhten mit ſo ſtrengem Blick auf ihm, daß der elegante Weltmann nur mit Mühe denſelben zu ertragen vermochte.