Teil eines Werkes 
1. Band (1875) Gertrud's Zukunftstraum / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Emil J. Jonas
Entstehung
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Gertrud zu einem entſcheidenden Entſchluß gekommen war.

Ich danke Dir, liebe Magdalene, für die mir gemachte Mittheilung! Das war Alles, was Ger⸗ trud erwiderte, und ſie ſagte das in einem Tone, welcher, zu erkennen gab, daß ſie das Geſpräch nicht zu verlängern wünſchte. Frau Magdalene entfernte ſich auch ſofort, nachdem ſie noch hinzugefügt, daß ſie ſich von ihrem Gewiſſen aufgefordert gefunden habe, Gertrud von einem ſo unwürdigen Treiben im Hauſe in Kenntniß zu ſetzen.

Gertrud neigte bejahend das Haupt, entließ Mag⸗ dalenen und drückte, als ſie allein war, beide Hände gegen die ſtürmiſch klopfende Bruſt, indem ſie ausrief:

So iſt alſo mein Verdacht gegen Auguſt gerecht! Es waren keine Trugbilder, die ich durch meinen Reichthum hervorgezaubert wähnte? Nur zu gerecht⸗ fertigt, ſprach die Stimme in meinem Innern für ſeine Schuld! O mein Gott, hilf mir, damit dieſe traurige Entdeckung nicht mein Herz durch Menſchenhaß ver⸗ bittere, und mache mich ſtark, damit ich auf eine wür⸗

dige Weiſe das vollbringe, was ich jetzt beſchloſſen

habe! Ein leiſes Klopfen an der Thür ſtörte ſie und

eine wohlbekannte Stimme rief: