Teil eines Werkes 
1. Band (1875) Gertrud's Zukunftstraum / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Emil J. Jonas
Entstehung
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ſo hoch, daß es um Tauſende von Thalern geht; aber nicht genug damit, der Herr Secretair läßt auch noch große Lieferungen Getränke kommen, und dann wird während des Spiels getrunken und erſt gegen Morgen wird mit dem gottloſen Treiben ge⸗ ſchloſſen. Da dies nun jede Nacht geſchieht, ſo erweckt es ſogar unter der Dienerſchaft Aergerniß, beſonders, da der Bediente Deines Schwagers den Leuten erzählt hat, daß es in der Stadt ebenſo hergeht, und daß es nicht ungewöhnlich iſt, die vier Herren ſelbſt am Sonn⸗ tage Vormittags ſpielen zu ſehen. Das haben ſie auch am letzten Sonntage gethan, als alle Damen in der Kirche waren. Sie hatten ſich im Pavillon eingeſchloſſen; allein ſie waren ſo laut, fluchten und lärmten, daß ein Paar Gärtner, welche vorüber gingen, ſtehen blieben, um zu hören, was es dort gäbe, und da entdeckten ſie zu ihrem Schrecken, daß es Dein Schwager und ſeine Freunde waren, welche auf dieſe Weiſe den Sabbath feierten!

Gertrud hörte dieſem Berichte zu, ohne daß ein Wort oder eine Frage über ihre Lippen ging; aber je weiter Frau Magdalene berichtete, deſto ernſter wurden die Züge des jungen Mädchens, und als die alte Frau ſchwieg, ruhte auf denſelben das Gepräge tiefen Schmerzes, ſo wie einer Entrüſtung, die wohl bekundete, daß