Teil eines Werkes 
1. Band (1875) Gertrud's Zukunftstraum / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Emil J. Jonas
Entstehung
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wohnheit war, Jeden thun zu laſſen, was er will, und deshalb ſchwieg ich ſtets, wenn mich Niemand fragte; aber jetzt halte ich es für meine Pflicht, Dir mitzu⸗ theilen, wie man hier auf Elfborg lebt, weil ein ſolches Leben hier in dieſen alten Mauern nie geführt wor⸗ den iſt.

Führt man denn hier ein unpaſſendes Leben? fragte Gertrud erſtaunt.Mich dünkt, daß unſere Zerſtreuungen ſo unſchuldig wie möglich ſind. Wir machen kleine Ausflüge und genießen die Annehmlich⸗ keiten des Sommers; allein darin liegt doch nichts Unpaſſendes, ſollte ich meinen.

Ich behaupte auch gar nicht, daß man das Leben, von dem ich ſpreche, mit Gertrud's Einwilligung führt, antwortete Frau Magdalene,ſondern, daß man hinter Deinem Rücken ſo verfährt.

Iſt es denn meine Dienerſchaft, die ſich ſo ver⸗ ſündigt hat? In dieſem Falle bitte ich Dich, Mag⸗ dalene, ganz und gar mit derſelben zu verfahren, wie Dir beliebt.

Nicht die Dienerſchaft iſt es, es ſind die Gäſte, welche hier gottlos leben! rief Frau Magdalene mit einer Entrüſtung aus, die man ihr kaum zugetraut hätte.Der Herr Secretair und ſeine drei Freunde bringen die ganzen Nächte mit Spielen zu. Sie ſpielen