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Gertrud ſpielte mit dem Beſatz ihres Kleides. Ueber ihr Geſicht glitt eine Wolke nach der andern; ſie ſtritt einen harten Kampf gegen den Verdacht, den das Betragen der Kammerräthin in ihr erweckte. Schon von der erſten Minute ihrer Unterhaltung an hatte ſie die Vermuthung gehegt, daß Tante Marianne Auguſt's Einflüſterungen gemäß handele. Dieſer Verdacht war jetzt vollſtändig zur Gewißheit geworden, und ſie konnte nur noch die Frage an ſich ſtellen:
„Welche Abſicht verknüpfte Auguſt mit dieſer In⸗ trigue?“
Nach einer ziemlich langen Pauſe Ger⸗ trud das Schweigen.
„Ich verſpreche Dir, Tante, mit Iſabella nicht darüber zu ſprechen; allein nur unter zwei Bedingungen: Daß Du Deinerſeits nicht mit Eduard darüber ſprichſt, und daß mein Vater nicht in dieſe Angelegenheit ein⸗ geweiht werde. Ich nehme die Folgen, daß ich dieſe Anklage ganz unbeachtet laſſe, vor Gott und Menſchen auf meine Verantwortung.“
Hier wurde das Geſpräch durch den Inſpektor Oviſt, der mit Gertrud zu ſprechen wünſchte, unterbrochen. Die Poſt war angekommen und dieſelbe führte eine große Summe Geldes mit ſich. Außerdem war der junge Baumeiſter mit ſeinen Zeichnungen, Koſtenan⸗


