Teil eines Werkes 
1. Band (1875) Gertrud's Zukunftstraum / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Emil J. Jonas
Entstehung
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ſichtigen, und Du darfſt darüber nicht böſe ſein, liebe Tante.“

„Deine Schwäche für ihn wiegt daher für Dich ſtärker, als die Bewahrung des Seelenfriedens Deiner Schweſter!“

„Ich hege keine Schwäche, weder für Eduard, noch für irgend einen andern Mann; aber ich nähre einen unwandelbaren Glauben an Iſabella's Liebe zu Auguſt und an Eduard's Ehre.“

„In dieſem Falle wird es wohl am beſten ſein, daß ich mit Eduard ſelbſt ſpreche“, entgegnete die Kammerräthin mit einer Miene, in der ungemein viel Suffiſance lag.

„Und ich mit Iſabella!“

Dieſe Worte wirkten elektriſch auf die Kammer räthin. Unruhe, Schrecken, Beſtürzung bemächtigten ſich ihrer.„

„Wenn Du dieſe Sache— das behalte ich mir vor— Iſabella gegenüber berührſt, dann reiſe ich ſofort ab! Siehſt Du denn nicht ein, daß die Angelegenheit ſo zarter Natur iſt, um nicht die arme Frau im höchſten

Grade zu empören und ihren Geſundheitszuſtand zu

verſchlimmern, zumal derſelbe, Gott ſei es gedankt, ſchon weit beſſer iſt, als man nach der Natur ihrer Krankheit zu hoffen wagte?“