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und ich weiß, daß in mir ein Geiſt wohnt, welcher zu ſolcher Wirkſamkeit mich anſpornt, welcher mich aus dem beſchränkten Gebiet der Frauen führen wird. Ich
will unabhängig ſein, und gedenke deshalb unverhei⸗ 3 rathet zu bleiben. Die Arbeit ſoll mich durchs Leben führen, der Arbeit werde ich mich weihen; denn als Hausfrau würde ich meine Pflichten nur mangelhaft erfüllen, vielleicht nur mit Widerſtreben. Alſo ich bitte, nicht ein Wort mehr von der Erbſchaft! Ebenſo wenig will ich mich einem Manne verkaufen und mein Geſchick an das ſeine ſchmieden. Ich denke, auf irgend einem Bureau Beſchäftigung zu finden; dann, mein Engel, ſollſt Du es wirklich gut haben und wir werden ſo glücklich ſein. Alle Reichthümer der Tante Louiſe wer⸗ den nicht im Stande ſein, uns halb ſo zufrieden zu machen, wie wir dann ſein werden.“
„Du fährſt wohl dennoch mit Tante Marianne nach Elfborg, um Dich da zu amüſiren?“ ließ Iſabella mit halb mißvergnügtem Tone ſich vernehmen.
„Ja, gewiß, und zuerſt, um der Tante Marianne zu gefallen und zweitens, um mich ein wenig zu zer⸗ ſtreuen; aber ich denke nicht daran, Tante Louiſens Gunſt zu gewinnen.“
„Darin thuſt Du dennoch Unrecht“, unterbrach Iſabella ſie;„wenn ſie etwas für Dich thäte, könnteſt
Schwartz, Novellen. I.
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