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weiligeres auf der Welt, als die Arbeit in der Küche. Aber ich bin ſtark und kräftig, und ich werde arbeiten für Drei, wenn es gilt. Alſo, meine geliebte Schweſter, hoffe auf mich; verſprich mir, daß Du nicht mehr davon ſprechen willſt, daß ich Dich vergeſſen könnte, ſondern nähre die Gewißheit, daß ich für Dich lebe. Willſt Du mir verſprechen, nicht etwas Anderes von mir zu glauben?“
Iſabella ſah ins Antlitz der Schweſter, ſah die Wärme, welche auf demſelben ruhte, ſchloß die Arme um ihren Hals und flüſterte:
„Ich will an Dich glauben und hoffen, Gertrud.“ Sie drückte ſie feſter an ſich. Eine Pauſe entſtand, bis Iſabella ſie ſchließlich unterbrach.
„Geſetzt, Tante Louiſe nimmt Dich äls ihre Adop⸗ tivtochter auf und Du beerbſt ſie, dann nimmſt Du
mich zu Dir und läßt mich mit vollen Zügen die
Freuden des Lebens genießen, nicht wahr?“ „Gott bewahre mich davor, daß ich Tante Louiſe
für meine Exiſtenz zu danken hätte“, unterbrach ſie
Gertrud;„nein, ganz anders habe ich mir die Zukunft gedacht; meiner eigenen Arbeit will ich es zu verdanken haben, Deine und meine Unabhängigkeit zu ſchaffen. Ich bin freilich nur ſechszehn Jahre alt, aber ich habe in meiner Einſamkeit viel gegrübelt und nachgedacht


