Teil eines Werkes 
1. Band (1875) Gertrud's Zukunftstraum / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Emil J. Jonas
Entstehung
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Willkommen, liebe, liebe Tante! Gott ſegne Dich, daß Du mich von hier fort nehmen willſt. Ach, wie angenehm und nützlich es doch ſein wird! und dabei küßte und umfaßte Gertrud die Tante aus allen Kräften.

So, ſo, ruinire nicht meinen reinen Kragen und ſei doch verſtändig, liebes Kind, ſagte die Kammer⸗ räthin mit einer ihr ungewöhnlichen, milden Stimme und küßte die Brudertochter auf die Stirn, indem ſie ſich an den Bruder, welcher nach Gertrud eingetreten war, wandte:

Das Mädchen ſcheint nicht die Spur klüger ge⸗ worden zu ſein, als ſie im vorigen Jahre geweſen iſt.

Leider, antwortete der Lieutenant, lächelte dabei und ſah freundlich auf die Tochter.

Ein dienſtbarer Geiſt des Hauſes trug den Kaffee herein. Gertrud ſchlug vor Entzücken bei dieſem An⸗ blick die Hände zuſammen und verſicherte, daß es ihrem Magen ganz feſtlich zu Muthe werden würde, wenn derſelbe nach langer Zeit erfahre, wie Kaffee am Vor⸗ mittag ſchmeckt. Sie könnte ſich nicht erinnern, dieſes köſtliche Getränk ſeit dem Feſt beim Probſt ge⸗ noſſen zu haben.

Was genießt Ihr denn des Morgens? fragte

die Kammerräthin. Milchbrei, liebe Tante, das ſtärkt den Körper,