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Blida ſaß emporgerichtet, eine heiße Röthe färbte ihre Wangen.
„Ueber Gertrud“, ſagte ſie mit großer Lebhaftig⸗ keit,„gebe ich Dir volles Recht, zu verfügen, wie es Dir beliebt; ich bin froh, von ihr befreit zu werden; aber Du darfſt nicht daran denken, Iſabella von mir zu nehmen. Ich werde niemals die Tage vergeſſen, wo ſie bei Dir in Stockholm war, und ich kann es Dir kaum verzeihen, was ich unglückliches Weſen wäh⸗ rend der Zeit litt.“
„Haſt Du mir nichts Anderes zu ſagen?“ fragte die Kammerräthin und ließ aufs Neue den Umhang fallen.„Du hätteſt Dir die Mühe erſparen können, ſo viel zu ſprechen?“ S
„Marianne, Marianne!“ ſchrie Blida mit lautem Schluchzen, und ſteckte den Kopf zwiſchen dem Umhang hervor,„ich beſchwöre Dich, zu bleiben und mir zu verſprechen, was ich fordere; hörſt Du?“
Aber die Kammerräthin hörte nicht; ſie ging, ohne zu antworten, und verſchloß die Thür hinter ſich. In der nächſten Minute ließ ſich eine Schelle vernehmen, welche man im ganzen Hauſe hören konnte. Ein junges, ungewöhnlich hübſches Mädchen trat der Kammerräthin entgegen, welche daſſelbe zurück hielt, indem ſie ſagte:
„Du ſollſt nicht zu Deiner Mutter hinein


