Teil eines Werkes 
1. Band (1875) Gertrud's Zukunftstraum / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Emil J. Jonas
Entstehung
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das Leben zu nehmen? Iſt es nicht genug, daß ich ſchon ſeit Deiner Geburt lahm geweſen bin? Willſt Du mir ſtets neue Leiden ſchaffen? Du weißt ja, daß ich nicht den geringſten Lärm vertragen kann. Ach, wenn ich doch den Tag erleben möchte, wo ich Dich nicht mehr ſähe und hörte, oder mich erinnerte, wie viel Böſes Du mir verurſacht haſt!

Der Tag dürfte bald kommen, liebe Schwägerin, antwortete die Kammerräthin, und näherte ſich dem Bett, von wo die Stimme kam. Die ſchweren und prächtigen Umhänge wurden von Frau Marianne bei Seite geſchoben, welche mit einem Blick voll Zorn und Mißachtung ein in Spitzen und Kiſſen zur Hälfte ver⸗ borgenes, bleiches feines Geſicht anſchaute.

O, biſt Du es, Marianne, äußerte Frau Blida Axenberg und erhob den Kopf ein wenig von den Kiſſen.Was in aller Welt führt Dich hierher, und weshalb rumorſt Du ſo ſchrecklich?

Was mich hierher führt? wiederholte die Kam⸗ merräthin, und ſah aus, als ob ſie die Abſicht gehabt hätte, ſie mit ihren Augen zu verſchlingen.Ich bin hergekommen, um Dich von der Gertrud zu befreien; Du haſt lange genug gewünſcht, Dich ihrer zu ent⸗ ledigen.

Freilich habe ich das, ließ Frau Blida ſich ver⸗