Teil eines Werkes 
1. Band (1875) Gertrud's Zukunftstraum / von Marie Sophie Schwartz ; aus dem Schwedischen von Emil J. Jonas
Entstehung
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fachen Coſtüm austauſchte. Sie warf einen letzten Blick in den kleinen Spiegel und begab ſich dann von oben, wo das ſogenannteGaſtzimmer ſich befand, in einen Saal hinab. Derſelbe war nicht ſehr groß und äußerſt dürftig möblirt. Nichtpolirte Stühle, ein Sopha von Holz, ein Tiſch, das war alles, was man dort fand, aber trotz des unverkennbaren Stempels der Armuth ſah das Zimmer dennoch mit ſeinen ſchö⸗ nen weißen Gardinen, den blühenden Gewächſen und dem magiſchen Schimmer der Frühlingsſonne ein⸗ ladend aus.

Die Kammerräthin ſtand jetzt innerhalb der Thür, ſah um ſich her und flüſterte ſeufzend:

Der eichene Tiſch, Sopha, Stühle, fort! Herr mein Gott, wie will das enden!

Sie öffnete die Thür zur Linken und befand ſich in einem ziemlich großen und öden Zimmer. Ein Feldbett, zwei rohe Stühle, ein wackliger Tiſch und eine altmodiſche Commode war das ganze Möblement. Das war des Lieutenants Zimmer.

Die Chiffonniöre unſeres Vaters iſt alſo auch denſelben Weg gegangen wie alles andere! brach Frau Trummelin aus.Gott helfe uns!

Sie kehrte in den Saal zurück und nahm den Weg nach dem gerade gegenüber gelegenen Zimmer.