212
die bloße Freundſchaft ſehr überträfe. Sage Ebba, wären wir dann nicht etwas weit beſſeres als Freunde.“
Der Rittmeiſter hatte ſeinen Stuhl dem von Ebba näher gerückt.
„Ohne Zweifel wären wir dann das Meiſte, was zwei Menſchen für einander werden können.“
„Wenn wir aber jetzt den Spaß bei Seite ſetzten und ernſthaft ſprächen.“
Der Rittmeiſter ergriff ihre Hand, indem er in tiefem ernſtem Tone ſagte:„Du weißt ja, daß ich Dich hoch, grenzenlos, aus meiner ganzen Seele liebe.“
„Es hat Augenblicke gegeben, wo ich es ahnte; aber andere, wo ich genöthigt war, daran zu zweifeln.“
Ebba blickte ihn gerührt an.
„Aber jetzt, geliebte Ebba, jetzt fühlſt Du ja, daß ich nicht ſo von Dir ſprechen würde, wenn nicht meine Liebe ernſt und mit der höchſten Achtung verbunden wäre Sage, daß Du fühlſt, daß jedes meiner Worte vom Herzen kommt und mir nicht in einem übereilten Augenblick entfällt.“
Er ergriff Ebba's Hand und führte ſie an ſeine ipp
en.
„Ja, Carl, das fühle ich.“
öbba beugte ſich aufgeregt und erröthend über den Rahmen.
„Und welche Antwort gibſt Du mir dann, Ebba? Kann ich wohl hoffen, daß eine Stimme aus Deinem Innern für mich ſpricht, daß Du es wagſt, Dein Schickſal meinen Händen anzuvertrauen?“.
„Carl! ich würde es nicht, falls nicht mein Herz Dich ſchon ſeit lange geliebt,“ ſtammelte Ebba und ſah auf zu Carl mit einem warmen und reinen
Blite


