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„Wenn Du mich nicht aufhältſt.“
„Die Antwort habe ich den ganzen Tag erhalten, wo ich mich hingewendet habe; überall verweigert man mir eine Freiſtätte,“ ſagte Carl ſcherzend und nahm Platz neben Ebba;„aber Du mußt in Deiner Eigenſchaft als Freundin barmherzig ſein.“ „Du läßt mir ja keine andere Wahl, nachdem Du ganz einfach hier Platz genommen.“
„Was ſoll ich thun? Uebrigens habe ich Dir Etwas zu ſagen.“
„Laß hören.“
„Aber nähe dann nicht ſo verzweifelt.“
„Kümmere Dich nicht darum, ſondern ſpreche nur; ich bin ganz und gar Ohr.“
„Nun gut, ich komme, um Dir die Freundſchaft zu kündigen.“
„Das klingt ſchlimm. Was ſollen wir dann nachher werden; Feinde vielleicht?“
Ebba blickte lächelnd zu ihm hinauf.
„Oh nein, ich will den Vorſchlag machen, daß⸗ wir noch etwas Beſſeres werden 418 Freunde.“
„Gibt es denn etwas Beſſeres?“
„Laß uns im Scherz annehmen, daß es Etwas gibt, das die Freundſchaft übertrifft.“
„Mag ſein, im Scherz denn.“
„Das iſt klar.— Ich ſetze voraus, daß wir ein⸗ ander lieben.“
„Eine kecke Vorausſetzung.“
„Wir ſcherzen ja nur.“
„Mag es ſein.“
„Wir lieben uns alſo und ich ſchlage Dir vor, aus dieſer warmen und innigen Liebe die größte irdiſche Glückſeligkeit dadurch zu ſchaffen, daß Du meine Gattin wirſt.— Wäre das nicht Etwas, das
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