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im Begriff ſich mit einander zu verſtändigen. Laß uns ihrem Beiſpiele folgen.“
„Mit Vergnügen, wenn es möglich iſt.“
„Zuerſt habe ich abzubitten, daß ich Dich ver⸗ kannt habe und einzugeſtehen, daß ich beſiegt bin.“
Der Rittmeiſter ſah ſie mit einem warmen und offenen Blick an.
„Das Eine folgt aus dem Anderen,“— antwortete ſie heiter.„Du gibſt alſo zu, daß Du mein Geſchlecht verkannt haſt.
„Gewiß nicht.“
„Was, mein Herr? das iſt nicht erklärlich. Erſt ſtrecken Sie die Waffen und nachher heben Sie ſie wieder auf, um den Kampf zu beginnen.“ „Täuſchung, Ebba; mit den Feindſeligkeiten iſt es gänzlich zu Ende.“
„Nu— un?“
„Du warſt es, gegen die ich Argwohn hatte, nicht gegen das Geſchlecht. Du biſt es, die mich ge⸗ lehrt hat, daß es Frauen mit Tugend und Gefühl gibt, weiche der größten und wahrſten Hingebung fähig ſind; und wenn auch die Mehrzahl von ihnen unter einem beſtechenden Aeußeren kalte und trüge⸗ riſche Herzen birgt, ſo hat man kein Recht, ihretwegen auch Diejenigen anzugreifen und zu perletzen, welche Dir und Maria gleichen und mit erhabenen und edlen Seeleneigenſchaften begabt ſind.“
„Sie ſollten im Gegentheil nur mild und nach⸗ ſichtig machen.— Herzlichen Dank indeſſen dafür, daß Du mir ſagſt, daß der Glaube an das Gute wieder in Deiner Seele erwacht iſt. Es liegt etwas Un⸗ heimliches darin zu hören, daß ein Menſch, den man ſonſt gern hat, nur an das Daſein des Böſen glaubt,“
Schwartz, Mathilda. 14


