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finden, welche gerade aus Mangel an Liebe ſich ein⸗ mal von einander geriſſen?“
„Ebba, Deine Worte ſind grauſam!“
„Nein, Tom, ſie ſind nur wahr.“
Ebba ſah ihn mit einem ruhigen und ernſten Blick an.
„Höre mich an und Du wirſt ſie zurücknehmen. Haſt Du nicht eingeſehen, daß mein Gefühl für Dich immer ſeine tiefe und heilige Wärme beibehalten hat, und daß ich Dich immer geliebt habe, obgleich eine thörichte Leidenſchaft die Stimme dieſer Gefühle eine Zeit lang zum Schweigen brachte. Begreifſt Du nicht. daß das ganze Glück meiner Zukunft darauf beruht, Dich wieder meine Gattin nennen zu dürfen?⸗
„Ich weiß nur Eines, und das iſt: daß Du ein⸗ mal mein Herz zerriſſen, meine Liebe mit Füßen ge⸗ treten, gegen meine Thränen gefühllos geweſen und mein Flehen verachtet haſt.“
Die Blicke des Rittmeiſters folgten dem wechſeln⸗ den Ausdruck in den Geſichtern der Sprechenden.
„Ach, Ebba, wenn Du mich liebteſt, dann würdeſt Du nicht ſo ſprechen; wenn Liebe in Deinem Herzen dann würdeſt Du nicht an die Vergangenheit
enken.“
„Laß uns dieſes Geſpräch ſchließen, Tom, und ſpreche nicht von Liebe mit Derjenigen, aus deren Bruſt Du ſelbſt einmal dieſe Gefühle unbeweglich vertilgt haſt.— Freunde werden wir immer bleiben; aber Gatten— niemals; denn ich muß Vertrauen zu dem haben, den ich liebe.“
„Und doch muß ich die Hoffnung nähren, daß Du wieder meine Gattin werden willſt, oder auch muß ich mich weit von Dir entfernen.“
„Reiſe dann, Tom, und nähre keine Hoffnung!


