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Mathilde oder Ein gefallsüchtiges Weib : Novelle / von Marie Sophie Schwartz : aus dem Schwedischen von Otto, gen. Reventlow
Entstehung
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Jetzt hat Ihre Rache ebenſo den unſchuldigen und ſtolzen Vater, wie die ſchuldige Tochter getroffen. Eine gewöhnliche Folge davon, wenn man blind ſei⸗ nen Leidenſchaften gehorcht, ohne die Folgen zu be⸗ rechnen.

Drei Monate nach dieſer Unterredung war Capi⸗ tain Stuart zum geſetzlichen Erben der Güter Lind⸗ ſiönäs eingeſetzt worden, und hatte das Recht erhal⸗ ten den Namen ſeines Vaters zu tragen, obgleich er ſich fortwährend Stuart nennen ließ. Alles dieſes war in Folge der Actenſtücke geſchehen, die Ebba ihm mit ſo viel Mühe und Gefahr von Skogsborg ver⸗ ſchafft, und welche im Fuße des Crucifixes eingeſchloſ⸗ ſen waren.

Als Mathilda erfuhr, daß man Max in Ljung⸗ ſtahof erwartete, reiſte ſie von der Gegend fort und ließ Roſersberg verkaufen; worauf ſie ein kleines Gut in einer andern Gegend kaufte, wo ſie ein einſames und trauriges Leben zubrachte.

Mar kehrte nach dem Vaterhauſe zurück, wo er mit all der Liebe und Theilnahme gepflegt wurde, ne das Gefühl für ſeine Leiden den Eltern ein⸗

ößte.

Die Freude, welche er darüber empfand, ſein Kind wieder zu ſehen unnd ſich unter denen zu befinden, welche ihn liebten, wirkte auch wohlthuend auf ſeine Gemüthskrankheit. Marie wurde die milde Tröſterin,

welche ihm die Sorgfalt einer Schweſter widmete,

und durch ihre Geſellſchaft und ihre Geſpräche die