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Mathilde oder Ein gefallsüchtiges Weib : Novelle / von Marie Sophie Schwartz : aus dem Schwedischen von Otto, gen. Reventlow
Entstehung
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Inhalt deſſelben; es war derſelbe, den der Baron Marie vorzuleſen zwang, Einige Zeit darauf verließ ich das gaſtfreundliche Haus.

Lange Jahre ſind ſeitdem dahingeſchwunden. Einmal während dieſer Zeit beſuchte ich Schweden und hielt mich dort einige Zeit in der Hoffnung auf, einige Aufſchlüſſe über das Schickſal Ebba's zu er⸗ halten. Ich erfuhr, daß Frau Eldner auf Grund ſei⸗ ner Gemüthskrankheit von ihrem Manne geſchieden worden ſei, was eine allgemeine Theilnahme für das junge ſchöne Weib hervorgerufen hatte.

Auch erfuhr ich, daß Ebba ein Jahr nach unſerer Scheidung nach Schweden zurückgekehrt ſei und ſich jetzt bei einem Verwandten, Oberſt Eldner, in Werme⸗ lande befinde, ſo wie, daß ſie dort allgemein für eine Wittwe gelte.

Vor einem Jahre beſuchte ich wieder Italien und Piſa. Ich ſuchte das Haus meines früheren Dieners auf und traf bei ihm einen Mann in der Blüthe ſeiner Jahre, mit edlen, kraftvollen Zügen, aber in einer düſteren und wunderlichen Gemüths⸗ ſtimmung. Er wohnte dort nebſt einem alten Be⸗ dienten. Dieſer Mann war Max Eldner, Ihr Bruder.

Ja, ich weiß es, daß der Unglückliche darauf beſtand, an dem Orte zu wohnen, wo er die drei glücklichſten Monate ſeines Lebens zugebracht und wo ſein Kind das Licht der Welt erblickte, daſſelbe Kind, das er in ſeinem Wahnſinn durchaus umbringen wollte, weil Mathilda deſſen Mutter war. Dieſer furchtbare Einfall bewog mich, ihm zu ſagen, daß der Knabe ge⸗ ſtorben ſei.

Er kannte mich nicht, fuhr Stuart fort,und ich nahm mich auch in Acht, mich ihm zu erkennen zu geben. Während der Zeit, die ich in ſeiner Geſellſchaft