es war erſt, nachdem ſie darauf eingegangen, daß Mar Alles das, was ihn und Mathilda betraf, erwähnte.“
„Ich reiſte faſt wahnſinnig von Piſa ab und nahm den Weg nach Rom, unbekümmert, wohin es
ging, wenn ich nur meinem Gewiſſen und meinen inneren Qualen entfliehen könnte. Schon ein paar Meilen von Piſa wurde ich von einem heftigen Fieber ergriffen, welches eine Folge der körperlichen und gei⸗ ſtigen Spannung war, in welcher ich die letzten Wo⸗ chen gelebt. Dieſes Fieber zwang mich die Nacht über Gaſtfreundſchaft in einem Landhauſe zu bean⸗ ſpruchen, welches an der Landſtraße lag und in deſſen Eigenthümer ich meinen früheren Bedienten wiederer⸗ kannte. Er war während meines Aufenthalts in Ne⸗ apel in meinen Dienſten geweſen. Ich hoffte am folgenden Morgen meine Reiſe fortſetzen zu können; ich täuſchte mich aber. Ich blieb, ein Opfer des Fie⸗ bers und des Wahnſinns, mehrere Wochen dort liegen. Als ich wieder ſo weit hergeſtellt war, daß ich be⸗ greifen konnte, was um mich herum vorging, ſah i ein junges Frauenzimmer an meinem Lager, deſſen Züge mir bekannt vorkamen und als ich mich auf die⸗ ſelben zu beſinnen ſuchte, wer ſie ſei, oder wo ich ſie geſehen, traten die Ereigniſſe in Neapel, meine Liebe zu Mathilda und Alles, was darauf folgte, vor mein Gedächtniß; ich erkannte Marie wieder, welche mi mit jener ganzen Seelengüte, die ihr eigen iſt, pflegte; ohne zu wiſſen, daß ich von Ebba geſchieden ſei, oder was zwiſchen mir und Mathilda vorgefallen, ſah ſie in mir nur ihren Verwandten und Mitmenſchen, wel⸗
cher ihrer Pflege bedurfte. „Als ich ſoweit wieder hergeſtellt war, daß ich
mein“ Scheidung von Ebba und meine Liebe zu Mathilda mittheilen konnte, that ich es, jedoch ohne


