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ſagen, daß ich, da ich meinen Onkel kenne, weiß, daß er es Mathilda nie verzeihen würde, daß ſie die Urſache zu unſerer Scheidung geweſen; ſei aber ruhig, denn ich verſpreche Dir, es nie zu erwähnen, daß Du mein Mann geweſen. Deinem Wunſche gemäß bleibe ich vor der ganzen Welt Wittwe. Ich werde mich ſelbſt zu überzeugen ſuchen, daß mein geliebter Tom wirklich geſtorben ſei, und er ſtarb ja auch für mich in dem Augenblick, wo er aufhörte, mich zu lieben.
„Ebba, noch eine Bitte,“ ſagte ich,„haſſe nicht Mathilda.“
„Kein Wort davon.“
i„Sie reichte mir aufgeregt die Hand und fügte inzu: „Du brauchſt mich nicht zu bitten ihr zu ver⸗ zeihen; das habe ich bereits gethan. Ich verſpreche Dir, daß, was ſich auch zutragen möge, ich nie weder Mathilda oder irgend Jemand anders wiſſen laſſen werde, wie entſetzlich theuer für mich Euer Glück er⸗ kauft wurde. Lebewohl!“
„Einige Stunden darauf war Ebba auf dem Wege nach Frankreich und zwei Tage ſpäter ſtand ich im Begriff Mathilda aufzuſuchen und darum nach Piſa zu gehen; aus ihrem letzten Briefe wußte ich, daß ſie ſich dort aufhielt. Wir hatten fortwährend Briefe gewechſelt, obgleich Mathilda auch in ihren Briefen jene furchtbare Coquetterie beibehielt, welche zu gleicher Zeit die größte Gleichgültigkeit athmet und durch den glühenden Ton, durch die halbausgeſproche⸗ nen Gefühle und durch die ſtille nur ahnende Sehn⸗ ſucht, welche ſie enthielt, den ſchwindeligſten Hoffnun⸗ gen Raum gab. In jeder Zeile erwartete ich die Worte zu leſen: ich liebe Dich; aber vergebens, denn ſie ſchloß immer mit irgend einer nichtsſagenden


