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verurtheilte. Während dieſer Tage hatte ſie grenzen⸗ los gelitten und alle möglichen Verſuche gemacht, mich zur Vernunft und zum Pflichtgefühl zurückzuführen, aber ohne Erfolg. Am vierten Tage kam ſie mit entſetzlicher Ruhe in ihrem Aeußern, welche bewies, daß ſie einen Entſchluß gefaßt, zu mir hinein? Sie reichte mir die Hand mit einem ſchmerzlichen Lächeln.
„Dein Glück,“ ſagte ſie,„verlangt es alſo, daß ich mich opfere?— Nun gut, wir werden uns dann trennen. Ich liebe Dich zu hoch, zu uneigennützig, um ein Hinderniß für Dein Glück werden zu wollen. Möge denn das Geſetz das Band löſen, welches Dich an mich feſſelt, weil Dein Herz ſich unwiderruflich von dem meinigen getrennt. Biſt Du jetzt zufrieden?“
„Ich ſtürzte faſt wahnſinnig vor Freude zu ihren Füßen, ohne zu bedenken, daß meine Freude tauſend Dolchſtiche für ihr Herz ſein müßten. Dieſe Schänd⸗ lichkeit vollendete auch mein Werk; denn Ebba ſchwankte und fiel mit einem ſchneidenden Schmerzensſchrei be⸗ ſinnungslos zu Boden.
„Mein Herr, das iſt ja abſcheulich!“ unterbrach ihn Carl und ging mit haſtigen Schritten auf und ab.
„Sie haben vollkommen Recht— und ich wurde auch grauſam dafür beſtraft.“
Stuart ſtrich mit der Hand über die Stirne und fuhr dann fort:
„Ebba erkrankte am Nervenfieber und während⸗ dem wurden wir geſchieden. An demſelben Tage, an welchem das Geſetz unſere Ehe auflöste, ſtarb Ebba's Pflegevater, Graf Hjelm, und ſetzte ſie zur Univerſal⸗ erbin ſeines hinterlaſſenen Vermögens ein. Ich er⸗ hielt zu gleicher Zeit auch die Nachricht, daß ein Ver⸗ wandter von meiner Mutter in Weſtindien, bei wel⸗ chem ich erzogen worden war, der geſtorben ſei und


