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auf Dein edelmüthiges Verſprechen, ſo viel als
möglich die Laſt zu erleichtern, welche ich in mei⸗ nem Leichtſinn meiner Frau und meinem Kinde zu⸗ gezogen habe.— Sei, wenn möglich, für meine kleine Ebba, was das Herz ihres unglücklichen Va⸗ ters für ſie hätte ſeyn wollen.
Dein im Tode ergebener und dankbarer Freund Albert Straale.“
So viel der Baron auch that, das unheimliche Ende ſeines Jugendfreundes zu verbergen und dem⸗ ſelben den Schein eines Unglücksfalles zu geben, ſo begann doch Jeder, nachdem das unglückliche Verhält⸗ niß ſeiner Angelegenheiten bekannt geworden war, die Wahrheit zu ahnen. ie Erſte, welche in ihrer tiefen Trauer von die⸗ ſer Ahnung ergriffen wurde, war die arme Wittwe, welche bereits ein halbes Jahr darauf ihrem Manne in's Grab folgte. Die kleine Ebba war jetzt allein geworden, ohne Eltern, ohne Vermögen und ohne eine andere Stüße, als die Liebe ihres Onkels.„
Und jeßt werden wir ſehen, wie Leonora, die Gattin des Barons, in ihrer dreifachen Eigenſchaſt als Mutter, Stiefmutter und Pflegemutter ihre Pflichten auffaßte und erfüllte.
Leonora liebte ihren Mann ſehr und ihr Kind mit einer an Abgötterei gränzenden Einſeitigkeit.— Für ſie exiſtirten nur dieſe zwei Weſen, und alles Undere, das im Geringſten die Aufmerkſamkeit ihres Mannes auf ſich zog, geſchweige ſeine Theilnahme er⸗ regte, betrachtete ſie als ihrem Glücke feindlich. 8
Schon bevor ſich das Unglück mit Albert Straale zutrug, hatte Leonora mit neidiſchen Gefühlen ihre
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