theilnehmend gegen diejenigen ſeyn, die ſeiner be⸗ dürfen.“
„Fräulein, Fräulein! Ihre Gnaden will mit Fräulein ſprechen; ſie iſt entſetzlich böſe! rief Liſette und ſprang ſofort ihrer Wege, um berichten zu können, daß ſie dem Rittmeiſter im Vorzimmer des Fräuleins begegnet ſey, um dadurch ſich bei ihrer aufgebrachten Herrin einzuſchmeicheln.
Mit verdrießlicher Miene legte Marie ihre Ar⸗ beit weg und ging, der Aufforderung nachzukommen. Als ſie die Salonthüre öffnete, begegnete ihr folgen⸗ der Wortſtrom:
„So iſt es, wenn man ſich eine arme Schweſter auf den Hals ladet. Meinſt Du, daß es ſich ſchickt, Herrenbeſuche auf ſeinem Zimmer zu empfangen? und um bereit ſein zu können zu empfangen, kümmert man ſich nicht darum, nach mir zu ſehen; aber ich dulde ſo Etwas nicht.— Du biſt jetzt bei mir und in meinem Hauſe; ich verlange darum, daß Du mehr auf die Schicklichkeit acht giebſt,“ ſchrie der reizende Engel des Balls in voller Raſerei gegen die etwas erſtaunte Marie, welche ganz ruhig dem Sturme be⸗ gegnete. Aber wir verlaſſen die beiden Schweſtern, um den Leſer genauer mit denjenigen Perſonen be⸗ kannt zu machen, in deren Geſellſchaft wir ihn einge⸗ führt haben.
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Baron Remmer, Mariens und Mathilda's Vater, war zweimal verheirathet geweſen; das erſte⸗ mal mit einem Mädchen von rein adeligem Blute, aber ohne Vermögen; und da der Baron ſelbſt nur


