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Als Mathilda ſich allein befand, ſtampfte ſie raſend auf den Boden und warf ſich gleich einem böſen Kinde mit einer Art Schrei in's Sopha, während ſie in ohnmächtiger Raſerei ihr Haar zerraufte. Nach⸗ dem ſie ſich eine Zeitlang dieſen Zornausbrüchen über⸗ laſſen hatte, läutete ſie heftig. Liſette zeigte ſich furchtſam in der Thüre. heft„Wo iſt Fräulein Marie?“ fragte Mathilda heftig.
„Auf ihrem Zimmer.“.
„Ich will mit ihr ſprechen.— Es iſt doch auch entſetzlich, daß diejenigen, welche von mir abhängen, ſich unterſtehen können, ganze Tage zu ſchlafen.— Nun, was ſtehſt Du da und gaffſt? Warum gehſt Du nicht und rufſt ſie her?“ Mathilda mehr ſchrie als ſprach dieſe letzten Worte. Liſette eilte hinaus.
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Während Mathilda ſich dieſen wilden Ausbrüchen überließ, ging der Rittmeiſter eine Treppe höher hin⸗ auf; er öffnete eine Thüre und blieb einen Augen⸗ blick an der Schwelle ſtehen, während er ſich im Zim⸗ mer umblickte. Es war eine kleine Kammer, ganz einfach meublirt und voll von Sonnenſchein und Blu⸗ men. Dieſelbe gränzte an eine andere, von welcher aus eine friſche und heitere Stimme ein munteres Lied halblaut ſang. Der Rittmeiſter ging hin zu
hüre, von welcher der Geſang kam und warf einen Blick in's Zimmer. Am Fenſter ſaß Marie, ſeh einfach aber geſchmackvoll gekleidet, und arbeitete Das blonde Haar fiel in ſchlichten, aber glänzender Locken herab. 1*


