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laſſe durch die ſchöne Maske, als wenn Du Dich in Deiner natürlichen Geſtalt zeigſt.“
Mathilda wurde glühend roth vor Aerger und vielleicht auch vor Schmerz. Sie hätte einen Theil ihres Leben geben wollen, daß ſie wenigſtens friſirt geweſen, als ſie dem etwas ſpöttiſchen Blicke des Ritt⸗ meiſters begegnete, welcher abwechſelnd auf ihrem un⸗
gekämmten Haar, auf ihrem übel mitgenommenen Kleide und auf ihrer nachläſſigen Fußbedeckung ruhte. Thränen verletzter Eitelkeit waren im Begriff aus ihren Augen hervorzudringen, und ſie wiederholte mi einer von Gemüthsbewegung zitternden Stimme:
„Was hat Dich hierher geführt?“
„Dieſer Brief an Dich von Deiner Mutter, wel⸗ chen ich Dich zu beantworten bitte. Ich reiſe in einer Stunde nach Ljungſtahof.“
Mathilda nahm den Brief und wollte in das Nebenzimmer hineingehen.
„Es iſt überflüſſig, daß Du den Salon verläßt; ich gehe ſofort, Du kannſt mir die Antwort ſchicken. Der Rittmeiſter näherte ſich der Thüre, drehte ſich aber um und ſagte: Falls Du Etwas haſt, was einem Herzen ähnlich iſt, ſo unterlaſſe es mit Tho⸗ renbjelms Ruhe Dein Spiel zu treiben; er iſt ein zu gefühlvoller und guter Menſch, um auf Koſten ſeines Friedens Dir zum Zeitvertreib zu dienen.— Welche Antwort gibſt Du mir?“
„Keine!“ ſagte Mathilda und warf einen finſteren Blick auf den Couſin.„Den Brief ſchicke ich Dir, bevor Du abreiſeſt, und damit ging ſie hinein in das
nächſte Zimmer. „Schlange,“ murmelte der Rittmeiſter und ent⸗ ſernte ſich.
Schwartz, Mathilda ꝛc. 2


