14
Lächeln und warf dem Grafen einen bezaubernden Blick zu.
Der junge Mann ſchwieg und nahm den ledigen Platz neben Mathilda ein.
Der Baron dagegen ging, nachdem er ihren Ent⸗ ſchluß erfahren, mißvergnügt von dannen.
„Gedenken Euer Gnaden den Sommer bei Oberſt S auf Lungſtahof zuzubringen?“ fragte der
raf.
„Meine Tante hat mich eingeladen, ſo lange bei ihr zu verweilen, bis man mit den Reparationen zu Hauſe auf Roſersberg fertig geworden.“
„Welches Glück für mich!“
„Was meint der Herr Graf?“
„Der Oberſt hat die Güte gehabt, auch mich ein⸗ zuladen, und...
„Das wird ja amüſant auf Ljungſtahof,“ ant⸗ wortete Mathilda, welche in demſelben Augenblick den Rittmeiſter ſich nähern ſah.
„Was iſt es, das ſo amüſant wird, wenn ich fragen darf?“ äußerte dieſer.
„Daß wir die Geſellſchaft des Grafen auf dem Lande bekommen.“
„O ja, für Dich; aber für Thorenhjelm dürfte er nur ſo halb und halb amüſant werden.“
„Du meinſt wohl das Gegentheil,“ fiel der Graf ein.
„Ich ſage nie das Gegentheil von dem, was ich meine.— Aber, Mathilda, Du verſprachſt mir ja dieſen Walzer?“
Der Rittmeiſter fixirte ſie. Sie erröthete und wandte den Kopf mit den Worten weg: „Ich tanze nicht mehr heute Abend.“


